Ein Geburtstag ohne das Geburtstagskind.
Ohne Geschenke.
Ohne Geburtstagskuchen.
Ohne Einladungen.
Ohne Wünsche.
Was bleibt dann von einem Geburtstag?
Was soll ich feiern?
Und was soll ich überhaupt fühlen an so einem Tag?
Eigentlich sollte ich überlegen, was ich dir schenke.
Welche Torte du möchtest.
Wen du einladen willst.
Wie wir den Tag verbringen.
Ich sollte sehen, wie du älter wirst.
Jedes Jahr ein bisschen größer.
Ein bisschen anders.
Ein bisschen mehr du.
Stattdessen rechne ich aus, wie alt du heute wärst.
Ich stelle mir vor, wie du aussehen würdest.
Was dir heute gefallen würde.
Was du dir wünschen würdest.
Und wieder bleiben mir nur Vorstellungen von einem Leben, das hätte weitergehen sollen.
Dein Kreis hat sich geschlossen.
Deine Geburtstage nicht.
Sie stehen weiterhin in meinem Kalender.
Jedes Jahr kommt dieses Datum zurück.
Nur du kommst nicht.
Wie feiert man einen Menschen, der nicht mehr da ist?
Vielleicht feiere ich gar keinen Geburtstag mehr.
Vielleicht feiere ich Erinnerungen.
Die Geburtstage, die wir hatten.
Dein Lachen.
Deine Aufregung.
Die Kerzen.
Die Wünsche.
Dich.
Und trotzdem fühlt sich das Wort *feiern* manchmal falsch an.
Denn ich möchte nicht nur erinnern.
Ich möchte einen neuen Geburtstag mit dir erleben.
Eine neue Kerze auf deinen Kuchen stellen.
Ein neues Foto machen.
Eine neue Erinnerung bekommen.
Aber ich kann keine neuen Erinnerungen mehr mit dir sammeln.
Also gehe ich zurück zu denen, die ich habe.
Ich halte sie fest.
Nicht weil sie mir reichen.
Sie werden mir niemals reichen.
Sondern weil sie das sind, was mir geblieben ist.
Heute wäre dein Geburtstag.
Und ich weiß noch immer nicht, was man an einem Geburtstag ohne das Geburtstagskind macht.
Vielleicht gibt es darauf keine richtige Antwort.
Vielleicht darf dieser Tag einfach alles sein.
Liebe.
Wut.
Dankbarkeit.
Leere.
Sehnsucht.
Und die Erinnerung daran, dass dieser Tag einmal einer der schönsten Tage meines Lebens war:
**der Tag, an dem du geboren wurdest.**
Ein Geburtstag ohne das Geburtstagskind
Wenn du gerade hier bist, trägst du vielleicht etwas Schweres in dir. Du musst es nicht alleine tragen.
Nimm dir einen Moment. Atme. Und geh in deinem Tempo weiter.
SanielyaDu musst diesen Weg nicht alleine gehen
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